Lesemonate

Mein Start ins Lesejahr 2019

Die ersten zwei Monate des Jahres sind vorbei und ich will jetzt gar nicht darüber nachdenken, wie schnell das wieder ging. Heute möchte ich euch die Bücher vorstellen, die ich im Januar und Februar gelesen habe. Es sind tatsächlich neun Bücher geworden, wobei ich eins davon als Hörbuch gehört habe. Ich bin damit sehr zufrieden, vor allem, weil ich die erste Februarhälfte sehr wenig gelesen habe.

Januar

Im Januar habe ich fünf Bücher gelesen und eins davon gehört schon jetzt zu meinen Jahres-Highlights. Ich war richtig motiviert und hatte mir drei Bücher ausgesucht, die ich in diesem Monat lesen möchte. Zwei davon habe ich auch geschafft, auf das dritte hatte ich irgendwie nicht so richtig Lust, ich glaube es passt besser in den Frühling. Kommen wir aber jetzt erst mal zu den im Januar gelesenen Büchern:

Smaragdgrün (Edelstein-Trilogie, Band 3, Kerstin Gier)

Letztes Jahr habe ich mit der Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier begonnen und der erste Band hat mir so so gut gefallen. Ich war direkt verliebt in die Geschichte, die Charaktere, den Schreibstil und die ganze Stimmung im Buch. Leider muss ich sagen, dass die Reihe in maximal zwei Bücher hätte gepackt werden sollen, da sich die Story, obwohl sie sich nur über wenige Wochen erstreckt, an vielen Stellen unnötig in die Länge zieht. Vor allem im dritten Band passiert auf 487 Seiten zu wenig, worunter die Spannung leidet. Das große Geheimnis (Ich werde euch jetzt nicht spoilern!) war für mich spätestens ab Band 2 vorhersehbar.
In der Geschichte geht es um Gwendolyn, die das Zeitreise-Gen ihrer Familie geerbt hat, obwohl eigentlich alle dachten, ihre Cousine Charlotte wäre die Gen-Trägerin. So muss sich nun Gwendolyn gemeinsam mit dem gut aussehenden Gideon auf gefährliche Zeitreisen begeben. Dabei kommen sich die beiden näher und decken so manches Geheimnis auf.
Das war glaube ich so ziemlich die schlechteste Zusammenfassung überhaupt, aber ich bin mir sicher, ihr kennt alle die Geschichte um Gwendolyn und Gideon 🙂
Ich kann die Trilogie sehr empfehlen, auch wenn ich mich jetzt doch eher negativ über den dritten Band geäußert habe.

3/5 Sterne

Ready Player One (Ernest Cline)

Dieses Buch. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, davon zu schwärmen. Das Setting, die Story, der Schreibstil, die Charaktere – alles war einfach perfekt. Das Buch konnte mich ab Seite 1 fesseln und hat mich komplett überzeugt. Es ist das zweite Buch, das ich 2019 gelesen habe und es ist mein erstes Jahres-Highlight. Ich kann es nicht anders sagen.
Ich schreibe schon eine ganze Weile an meiner Rezension zu dem Buch, aber bis jetzt bin ich diesem grandiosen Roman damit einfach noch nicht gerecht geworden.
Ich kann aber schon so viel sagen: Wenn ihr den Film gesehen habt, vergesst ihn und lest das Buch. Es ist einfach tausend mal besser als der Film!
Wade Watts, besser bekannt als Parcival, lebt in einer dystopischen Zukunft im Jahr 2045, in der die Welt aufgrund der Ressourcen-Knappheit düster und von Armut geprägt ist. Die Menschen flüchten sich in die OASIS, einer virtuellen Realität, in der sie alles sein können, was sie wollen. Sie können dort zur Schule gehen, arbeiten, Freunde treffen, leben. Als der Schöpfer der OASIS, James Halliday, stirbt, beginnt die größte Jagd in der Geschichte der Onlinewelt. Denn Halliday hat darin drei Schlüssel versteckt, wer alle Schlüssel findet, wird Hallidays Erbe und somit der neue Besitzer der OASIS. Doch zahlreiche Rätsel und die unglaubliche Größe der OASIS machen die Jagd zu einem nahezu aussichtslosen Unterfangen. Bis eines Tages Wade den ersten Hinweis findet.

5/5 Sterne

Mein Herz zwischen den Zeilen (Jodi Picoult)

Das Buch habe ich vergangenes Jahr zufällig bei einem Bücherflohmarkt entdeckt und da die liebe Toni vom Youtube-Kanal tonipure immer so davon schwärmt, habe ich es kurzerhand mitgenommen. Es ist wirklich eine süße Idee, aber die Umsetzung war für mich leider ziemlich schwach. Ich muss auch leider sagen, dass mich die Protagonistin etwas genervt hat, ich kann nicht genau sagen woran es lag. Vielleicht bin ich auch einfach schon zu alt für die Geschichte, ich kann mir vorstellen, dass sie jungen Lesern sehr gut gefällt.
Das Ende hat mich dann auch ein wenig sprachlos zurück gelassen, allerdings nicht im positiven Sinn. Es war ein sehr überraschendes Ende, mit dem ich nicht gerechnet hätte, und es erschien mir einfach nicht nachvollziehbar und ließ mich mit sehr vielen offenen Fragen zurück.
In der Geschichte findet, kurz gesagt, die Protagonistin Delilah heraus, dass die Figuren in ihrem Lieblingsbuch ein Eigenleben haben. Wenn sie dieses schließt, führen die Figuren ein Leben abseits ihrer Rolle. Delilah kann mit Oliver, der in dem Buch den Prinzen spielt, reden, doch sie ist die einzige, die ihn hört und niemand glaubt ihr. So gestaltet es sich für sie sehr schwierig, Oliver aus den Seiten des Buchs zu befreien, um ihm endlich nahe zu sein, denn sie hat längst ihr Herz an ihn verloren und auch Oliver wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich ein richtiges Leben zu führen.

2/5 Sterne

Nur 6 Tage (Philip Webb)

Auch dieses Buch habe ich letztes Jahr beim Bücherflohmarkt mitgenommen, da mich der Klappentext unfassbar angesprochen hat.
Es geht um eine postapokalyptische Welt, in der irgendwo in der Stadt London ein Artefakt versteckt ist. Cass, ihr Bruder Wilbur und ihr Vater suchen schon ihr ganzes Leben danach, gemeinsam mit hunderten anderer sogenannter Räumer. Sie wühlen sich buchstäblich durch die ganze zerstörte Stadt. Bis eines Tages Peyto und Erin auftauchen, aus einer anderen Zeit und mit einem Geheimnis, das fast unmöglich scheint. Zusammen wollen sie die Welt retten, doch dafür haben sie nur sechs Tage Zeit, denn die Bedrohung, die den ganzen Planeten zerstören wird, lauert bereits.
Leider hat mich die Geschichte ziemlich enttäuscht. Der Schreibstil war gut, ich konnte der Handlung folgen, aber mir hat die Spannung gefehlt. Die Charaktere waren glaubhaft und gut beschrieben. Die „Auflösung“ fand ich schon interessant und ich hätte nicht damit gerechnet, aber das Buch konnte mich einfach nicht fesseln.

2/5 Sterne

Begin Again (Again-Reihe, Band 1, Mona Kasten)

Oh was hab ich dieses Buch verschlungen, es hat mir so gut gefallen. Nachdem mir Mona Kastens Maxton-Hall-Trilogie schon gut gefallen hat, war ich neugierig auf die Again-Reihe und jetzt kann ich sagen, dass mir diese sogar noch besser gefällt.
Im ersten Band geht es um Allie Harper, die für ihr Studium nach Woodshill zieht, um ihrer Vergangenheit zu entkommen und endlich neu anzufangen. Sie landet ausgerechnet in einer WG mit dem unausstehlichen Kaden, der zunächst ein paar Regeln für das gemeinsame Zusammenleben aufstellt, vor allem „Wir fangen nie etwas miteinander an.“. Nach und nach blickt Allie hinter Kadens Bad Boy-Fassade und die Anziehung zwischen den beiden wird immer größer.
Begin Again ist ein richtiges Wohlfühlbuch, ich habe die Charaktere direkt ins Herz geschlossen, es war romantisch, herzzerreißend, spannend.

4/5 Sterne

Februar

Der Februar begann lesetechnisch etwas schwierig, da ich nicht so viel Lust aufs Lesen hatte, wie ich mir gewünscht hätte. Aber ich habe die drohende Leseflaute zum Glück abgewehrt und drei Bücher gelesen und mein erstes Hörbuch gehört.

Trust Again (Again-Reihe, Band 2, Mona Kasten)

Im zweiten Band der Reihe geht es um Dawn, Allies beste Freundin in Woodshill, die nach einer schmerzhaften Trennung mit der Liebe abgeschlossen hat. Doch sie hat die Rechnung ohne Spencer gemacht, der nicht versteckt, dass sie ihm gefällt und er mit ihr zusammen sein will. Dawn kann dem Prickeln zwischen ihnen nicht wiederstehen, aber sie kann Spencer nicht vertrauen, zu tief sitzt der Schmerz.
Vielen gefällt ja der zweite Teil besser als der erste, ich mochte beide gern und den ersten doch etwas lieber, wobei mir Trust Again aber auch richtig gut gefallen hat. An wenigen Stellen hat sich die Handlung etwas in die Länge gezogen, bzw. war es ein bisschen zu viel hin und her, was der Freude beim Lesen aber keinen Abbruch getan hat.

4/5 Sterne

Das erste Buch der Träume (Silber-Reihe, Band 1, Kerstin Gier)

Bisher kenne ich von Kerstin Gier nur die Edelstein-Trilogie, weshalb ich sehr neugierig auf die Silber-Trilogie war. Wie ich euch schon erzählt habe, habe ich den ersten Band als Hörbuch gehört. Es hat mir richtig gut gefallen. Die Geschichte strahlt eine geheimnisvolle Atmosphäre aus, in der ich mich aber sehr wohlgefühlt habe. Die Charaktere sind liebenswert und die Geschichte hat mir großen Spaß gemacht und die beiden Folgebände stehen schon auf meiner Playlist. Ich konnte es mir natürlich nicht nehmen lassen, mir auch die Printausgabe zu bestellen (gebraucht ein Schnäppchen), da ich das Buch unbedingt im Regal stehen haben möchte. Nicht nur das Cover ist wunderbar gestaltet, auch das gesamte Buch ist mit den liebevollen Details etwas ganz besonderes.
In dem Buch entdeckt die junge Protagonistin Olivia Silber, dass in ihren Träumen irgendetwas merkwürdig ist. Darin beobachtet sie ein paar Jungs, die auf einem Friedhof ein seltsames Ritual durchführen. Die Jungen gehen auf ihre Schule und scheinen am nächsten Tag Dinge über sie zu wissen, die sie ihnen nie erzählt hat. Hat sie nicht schon genug damit zu tun, sich mit der neuen familiären Situation anzufreunden, nachdem ihre Mom verkündet hat, sie würden bei ihrem neuen Freund einziehen und sich dessen Sohn als einer der Jungen entpuppt, der mit auf dem Friedhof gewesen ist?

4/5 Sterne

Das Spiel ist eröffnet (Warcross, Band 1, Marie Lu)

Dieses Buch habe ich innerhalb weniger Tage verschlungen, es ist mein zweites Jahres-Highlight. Die Geschichte hat mich von Beginn an in ihren Bann gezogen, ich habe mit der Protagonistin Emika mitgefiebert und kann es kaum erwarten, endlich den Folgeband zu lesen.
Emika ist 18 Jahre alt und verdient sich nach dem Tod ihres Vaters ihr Geld als Kopfgeldjägerin in New York. Dabei lebt sie am Existenzminimum in einer winzigen Wohnung und hat keine Ahnung, wie sie ihre Schulden abbezahlen soll. Bis sie sich ins Eröffnungsspiel der Warcross-Weltmeisterschaft hackt und daraufhin vom Warcross-Erfinder Hideo Tanaka persönlich nach Tokio eingeladen wird. Er hat einen Job für sie, sie soll in die Weltmeisterschaft eingeschleust werden, um einen Hacker ausfindig zu machen. Ein Wettrennen beginnt, bei dem sie nicht nur ihr Leben verlieren kann, sondern auch ihr Herz.
Ich liebe ja solche Geschichten, weshalb ich das Buch unbedingt lesen musste. Und es hat micht nicht enttäuscht.

5/5 Sterne

Berühre mich. Nicht. (Band 1, Laura Kneidl)

Nachdem ich mir viele Rezensionen zum ersten Band der Dilogie angeschaut habe, musste ich das Buch einfach lesen. Ich war sehr gespannt, vor allem, da es von vielen als das beste New Adult-Buch bezeichnet wird.
Die Geschichte handelt von Sage, die an ihrem 18. Geburtstag 3.000 Meilen quer durchs Land fährt, um am College in Nevada endlich ein neues Leben zu beginnen, weit weg von ihrer grausamen Vergangenheit. Dort lernt sie Luca kennen, der bei ihrer ersten Begegnung eine Panikattacke auslöst. Schnell merkt sie aber, dass zwischen ihnen vielleicht mehr ist, als Freundschaft, mehr, als sie ihm geben kann, denn ihre Vergangenheit lässt sie nicht lost.
Der Schreibstil hat mich so gefesselt, dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgesuchtet habe. Die Charaktere waren mir von Anfang an sympathisch, nur an einigen Stellen wies die Geschichte ein paar Schwächen auf. Sage ist eine unglaubliche starke Frau, die in ihrem jungen Leben schon so viel durchgemacht hat, deren Ängste durch ein tiefes Trauma ausgelöst wurden, das sie alleine nicht bewältigen kann.
Nach und nach erfährt der Leser, was mit Sage passiert ist, so berührend und gleichzeitig schockierend ehrlich erzählt. Band 1 endet mit einem unfassbaren Cliffhanger, so dass ich jetzt unbedingt Band 2 lesen will.

4/5 Sterne

Ich bin sehr zufrieden mit meinem Start ins Lesejahr 2019, viele tolle Lesestunden und sogar schon zwei Jahres-Highlights.
Habt ihr in den ersten beiden Monaten ein Buch gelesen, das bereits zu euren Highlights gehört?

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