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London Tagebuch: Unser erster Tag in London, Sehenswürdigkeiten im Regen

Dienstagmorgen erwachten mein Freund und ich gut erholt und voller Erwartungen. London zeigte sich von seiner verregneten Seite, doch das hat unsere Vorfreude nicht im Geringsten gemindert. Nach einem wunderbaren Frühstück ging es raus in den Regen, rein in die U-Bahn und ab in die City. Ein bisschen Bammel hatte ich vor dem ersten U-Bahnfahren, aber es war super entspannt und hat sogar Spaß gemacht. An dem Morgen war die Tube sehr voll, so etwas kennt man in der Kleinstadt, in der ich wohne, nicht.

Unser erster Stopp: Buckingham Palace. Die Royal Standard-Flagge wehte auf dem Dach des Palastes – die Queen war also zu Hause. Überrascht stellten wir fest, dass der Palast im Fernsehen irgendwie größer aussah, vielleicht trübte aber auch das graue Wetter unseren Eindruck ein wenig, beeindruckend war der Palast aber trotzdem.

Anschließend sind wir durch den St. James Park spaziert, der uns super gut gefallen hat. London im Spätherbst ist besonders in den vielen Parks der Stadt atemberaubend schön. Natürlich haben wir uns die Pelikane der Queen, einst ein Geschenk eines russischen Botschafters, angeschaut.

Danach sind wir durch Londons Straßen geschlendert, haben die typischen Touristen-Fotos an den roten Telefonzellen gemacht und Westminster Abbey bestaunt. Weiter ging es Richtung Themse, leider versteckte sich der Elizabeth Tower hinter Rüstungen und Planen, weil dort gerade Bauarbeiten stattfinden. So konnten wir leider auch nicht den Glockenschlägen von Big Ben um 12 Uhr lauschen.
Die Themse mit den Houses of Parliament, dem Sitz des britischen Parlaments in London, bot uns auch trotz des Regens ein beeindruckendes Bild.

Unser nächstes Ziel war das London Eye, das mit 135 Metern höchste Riesenrad Europas. Obwohl es unablässig regnete, hatten wir einen fantastischen Ausblick über die ganze Stadt. Während der halbstündigen Fahrt bestaunten wir London von oben. Wir konnten den Buckinham Palace erkennen, die Houses of Parliament mit dem Elizabeth Tower, sogar die vielen Parks. Der Eintritt ist zwar nicht ganz billig, lohnt sich aber auf jeden Fall.

Nach einer kurzen Stärkung ging es weiter an der Themse entlang und über die Millenium Bridge. Die Potterheads unter euch werden diese Brücke aus dem Film Harry Potter und der Halbblutprinz kennen. Beim Überqueren der Fußgängerbrücke hatte ich die ganze Zeit die Bilder aus dem Film im Kopf, aber auch ohne die Szene vor Augen, ist die 325 Meter lange Millenium Bridge ein beeindruckendes Bauwerk.

Im sich anschließenden Stadtteil Southwark bestaunten wir die vielen teils sehr modernen Bürogebäude, die sich aber perfekt in das historische Bild der Stadt integrierten. Die Lichterketten in den Bäumen, die Weihnachtskränze in den Fenstern und die teilweise schon geschmückten Weihnachtsbäume sorgten in der frühen Abenddämmerung für eine gemütliche Atmosphäre.

Den Tower of London schauten wir uns nur von außen an, da wir leider etwas zu spät dran waren. Das historische Gebäude bot einen spektakulären Kontrast zu den verglasten Hochhäusern auf der anderen Seite der Themse.

Mein absolutes Highlight war die Tower Bridge. Die 244 Meter lange Brücke sieht auf Bildern schon fantastisch aus, sie jetzt mit eigenen Augen zu sehen, war für mich wahnsinnig beeindruckend. Viele Minuten standen wir einfach nur da und haben die Brücke bewundert und natürlich viele Fotos geschossen. Wenn es richtig dunkel ist, hebt sich die beleuchtete Brücke bestimmt super vom schwarzen Nachthimmel ab. Die altertümlichen Gebäude im Rücken überquerten wir die Tower Bridge in Richtung London Borough of Tower Hamlets, einem kaum noch touristischen Stadtbezirk.

Mit wundervollen und überwältigenden Eindrücken und Bildern im Kopf fuhren wir mit der Tube zurück zum Hotel und ließen den Abend im Angus Steakhouse ausklingen. Das Steakhouse ist ein kleines Restaurant und deshalb mit den zahlreichen Gästen ziemlich laut, die Preise sind etwas höher, die Portionen dafür zu klein 🙂 Die Bruschetta als Vorspeise war zwar nicht typisch englisch, aber sehr lecker.

Unser erster Tag in London war ein absoluter Traum! Ich habe mein Herz an die Stadt verloren und wusste an dem Abend schon, dass wir auf jeden Fall wieder herkommen werden.

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