Andy's Blogmas

Aus der Sicht eines „Blogger-Boyfriends“

Hallo ihr Lieben. Zum heutigen vierten Advent gibt es einen ganz besonderen Beitrag. Mein Freund Andy hat sich überlegt, dass es ganz witzig sein könnte, einen Tag aus der Sicht eines „Blogger-Boyfriends“ zu beschreiben. Ich musste so lachen, als ich seinen Text gelesen habe. Nehmt es nicht zu ernst, es ist an manchen Stellen etwas überspitzt dargestellt, aber ich finde den Post super gelungen:

Ich bin jetzt seit knapp 3 Monaten mit Ally zusammen und sie hat einen Knall, einen positiven natürlich, wie ich. Aus Spaß habe ich vor einigen Tagen gesagt, eigentlich müsste ich mal aufschreiben, wie es ist, mit einer Bloggerin zusammen zu sein. Denn egal, wie viele Follower jemand hat, der Aufwand ist ähnlich, vor allem da Ally sich viel Mühe gibt und einen großen Teil ihrer Freizeit dafür nutzt.

Wie ich das alles erlebe und wie ein Tag mit einer Bloggerin abläuft, möchte ich euch an einem typischen Samstag in der Vorweihnachtszeit zeigen. Nehmt’s mit Humor 🙂

Wir haben uns einen Wecker gestellt, um nicht den ganzen Samstag zu verschlafen (wir sind auch beide Frühaufsteher), Ally ist eher wach als ich und checkt erst einmal Instagram, schließlich muss man ja wissen, was die anderen Bookstagramer (das Wort hab ich schon gelernt) so treiben. Wenn ich auf Instagram schaue, dauert es 5 Minuten, aber wer eine richtige Bloggerin ist, hinterlässt bei anderen Kommentare und schaut sich die Storys der anderen Blogger und auch seiner Follower aufmerksam an. So liegt sie gemütlich im Bett und schaut also alles durch, während ich auch wach werde. Nach 5 Minuten rumliegen wird es mir zu viel und ich gehe mich anziehen und Zähne putzen, währenddessen hat Ally vielleicht die Storys durch.

Da Wochenende ist, mache ich uns Frühstück, denn Ally ist mit den Gedanken woanders und schreibt mit allen möglichen Leuten auf Instagram über Bücher, Geschichten oder allgemeine Dinge. Inzwischen hab ich Haferbrei gekocht, den essen wir beide nämlich gerne, Ally sagt aber lieber Porridge dazu, ist aber dasselbe. Wenn sie jetzt immer noch nicht fertig ist mit Social Media, dann bitte ich sie aufzustehen und das Handy zur Seite zu legen, was sie auch macht. Nun zieht sie sich an und ich decke den Tisch und koche Tee und Kaffee, ich bin ja schon einige Zeit auf den Beinen und hab Zeit dazu.

Der Magen hängt mir in den Kniekehlen und der heiße Brei steht dampfend vor mir, aber halt, ich darf nicht einfach los essen oder den schönen Milchschaum meines Kaffees mit dem Löffel vernichten, denn eine Story muss gemacht werden. So sitze ich da und schaue zu, wie Bilder von meinem Essen gemacht werden, während mein Bauch sich fragt was das alles soll.

Aber ich verstehe, es ist Allys Passion und so lasse ich sie gewähren, auch wenn es Tage gibt, an denen ich einfach nur essen will. Wenn das Frühstück vertilgt ist, reden wir über den Blog, denn aktuell ist Ally auf die tolle Idee gekommen, jeden Tag einen Artikel online zu stellen, das nennt sich Blogmas. Dabei diskutieren wir über Themen, wählen Bilder aus und ich lese die fertigen Beiträge und mache Anmerkungen dazu. Das macht mir auch Spaß und ich finde es toll, mit ihr gemeinsam etwas zu erarbeiten und an ihren Hobbys Anteil zu nehmen. Endlich haben wir den Blog bearbeitet, also ich vielleicht 15 Minuten, sie 1 – 2 Stunden. Da habe ich wenigstens Zeit und kann zocken, hat ja auch was.

Nun machen wir uns auf den Weg nach Leipzig, denn wir wollen beide auf den Weihnachtsmarkt, ich will Bratwurst und sie die Lichter anschauen, sie ist so süß. Wir fahren also, ihr Wohnort ist recht weit ab vom Schuss und was macht Ally da, genau, sie filmt aus der Scheibe was auch immer für Sachen, werde ich ja dann bei Instagram sehen, denke ich mir nur und verkneife mir ein Lachen. Den Rest der Fahrt bleibt das Handy in der Tasche und wir reden über alles mögliche, hören Weihnachtslieder und singen schief dazu.

Angekommen in Leipzig postet sie in ihrer Instagram-Story und ich helfe ihr beim Fotos oder Boomerangs machen. Anfangs habe ich manchmal nur Bahnhof verstanden, doch wir haben uns schon ein paar Mal zusammen gesetzt und Ally hat mir gezeigt, was sie da so macht und welche Apps und Filter sie meint. Der Weihnachtsmarkt in Leipzig ist voll, so voll das mann quasi nicht umfallen kann, wenigstens frieren wir nicht. „Oh Hugendubel“, höre ich von links und Ally geht mir im Gedränge fast verloren, denn wenn sie Bücher sieht, dann sind ihre Gedanken voll dabei, nur bei keinen anderen Sachen mehr. Daran habe ich mich schnell gewöhnt, ich finde ihre absolute Begeisterung erfrischend und motivierend. Sie ist ein Vorbild für mich, denn sie lebt ihr Hobby und das kann nicht jeder über sich sagen.

Sobald wir den Weihnachtsbaum sehen oder tolle Weihnachtsdeko, wird erst einmal das Handy gezückt um eine Story zu machen, dass sie dabei manchmal mitten im Weg stehen bleibt in einer Schlange von Menschen, merkt sie dann gar nicht mehr, ich nehme sie zur Seite und kann mich darüber immer wieder kaputt lachen. Geduldig stehe ich dann rum und warte, bis der Weihnachtsbaum oder welches Motiv auch immer bildlich eingefangen ist, manchmal schnappe ich mir einfach das Telefon und übernehme, aber wirklich nur manchmal. So nun wird mir das Ergebnis gezeigt, gepostet (hoffentlich hat sie Empfang) und weiter gehts. Inzwischen haben wir etwas zu essen gefunden und ich habe mich schon daran gewöhnt, erst einmal ein Bild zu machen, meistens, manchmal hab ich die Wurst auch schon zur Hälfte verschlungen und dann ist es zu spät für Instagram oder um es ihrer beste Freundin per WhatsApp zu schicken. Ally fragt mich in der Zeit schon zum wiederholten Male, ob wir denn noch mal an Hugendubel vorbei kommen, sie möchte nur schauen. Andere Frauen gehen in Klamottengeschäfte zum schauen, Ally halt in den Buchladen.

Auf dem Rückweg, das habe ich mir schon so zurecht gelegt, gehen wir zu dem heiß ersehnten Ort der Begierde. Ich kann in einem Buchladen auch eine ganze Weile schauen, aber dank Ally habe ich inzwischen die tollen Sitzmöglichkeiten und Kaffeeautomaten kennen und lieben gelernt. So manch eine Zeitung habe ich schon ausgelesen, während sie die Regale unsicher machte. Und falls sie mir mal verloren ging, konnte ich ja in ihrer Story nachschauen wo sie grade steckte.

Natürlich kaufen wir etwas, obwohl ihr Stapel an ungelesenen Büchern immer höher wird (den Begriff dafür hab ich leider noch nicht drauf) und glücklich schlendern wir zum Auto. Dabei überlegen wir schon, wann sie das Buch lesen wird und ob darüber ein Blogartikel erscheinen soll, klingt vielleicht langweilig aber mit ihrer Energie und dem Engagement kann Ally mich nur begeistern und wir haben Spaß dabei.

Auf der Heimfahrt sind wir müde, der Abendhimmel lässt sich auf Kamera nicht einfangen, was aber trotzdem versucht wird und wir kommen wieder zu Hause an. Mindestens ein mal wird sie mir heute noch erzählen, dass sie viel zu wenig gelesen hat und wie gut oder schlecht sie das Buch findet und dass sie dieses Wochenende unbedingt noch so und soviel Seiten lesen muss.

Wie gesagt, Ally hat einen Knall und ich liebe sie dafür.

2 Comments

  • Reply
    Stef von BookieDreams
    29. Januar 2019 at 9:50

    Eben erst entdeckt!
    Wie süß ist das denn?! <3 Dieser Beitrag ist toll, ganz lieben Dank für das Lächeln, das ihr beide mir ins Gesicht gezaubert habt.
    So ähnlich läuft auch bei mir ein Tag ab. Hach ja… Ich mag das Bloggerleben!
    Liebe Grüße an euch,
    eure Stef

    P.S. Ich freue mich sehr, dass ihr zu meiner Lesung kommt!

    • Reply
      Alexandra Sprebitz
      29. Januar 2019 at 9:53

      Vielen Dank liebe Steffi!
      Ja das Bloggerleben ist schon etwas besonderes 🙂
      Wir freuen uns auch auf die Lesung!

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